Tommaso da Modena, Maler, erscheint 1351 in Venedig beschäftigt, dann 1352 in Treviso, wo er für die Dominikaner arbeitete. Im Dom malte er das Bild des Gekreuzigten. Ob das in Tempera hergestellte Gemälde der Madonna mit St. Wenzeslaus und Palmatius, welches bis 1785 in dem Schlosse Karlstein bei Prag bewahrt wurde und jetzt der kais. Galerie in Wien gehört, in Böhmen gemalt wurde oder von Kaiser Karl IV. aus Italien mitgebracht wurde, ist zweifelhaft. Der Künstler nennt sich in der Inschrift selbst den Sohn des Barisinus. Das al fresco in Karlstein ihm Zugeschriebene (Radonna und Ecce homo) ist von anderer Hand. Die Galerie zu Modena besitzt noch ein Gemälde des T. vom J. 1385.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 743Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei