Topen (im Sanskrit stüpa) heißen bei den asiat. Völkern Grabmäler, welche unmittelbar auf den Gräbern selbst errichtet sind oder, wie namentlich in Jndien, Reliquien heiliger Männer, besonders des Buddha, enthalten. Die Gräber bestehen meist aus kleinern oder größern Hügeln, verziert mit Steinen, Gewölben oder selbst Gebäuden. Im gewöhnlichen Sprachgebrauch nennt man Grab und Grabmal zusammen Tope. Die T. sind über einen großen Teil Asiens verbreitet, sowohl im südl. Teil des asiat. Rußland als namentlich in Indien und Afghanistan. Erst in der neuern Zeit haben die Altertumsforscher den T. größere Aufmerksamkeit gewidmet, teils wegen ihres reichen Inhalts an allerlei Gerätschaften aus edeln Metallen u. s. w., teils auch, namentlich was die indischen betrifft, wegen der fast fabelhaften Münzschätze, die sie bergen. Vgl. Ritter, Die Stupasd (Verl. 1838); Cunningham, The Bhilsa-Topeso (Lond. 1854).