Tracheen (grch.) heißen die Atmungswerkzeuge der Insekten, Tausendfüße und eines Teils der Spinnentiere. Sie bestehen in bloßen Luftröhren, die zu mehrern auf beiden Seiten des Leibes liegen, meist nach außen in verschließbare Luftlöcher (stigmata) ausmünden, nach innen aber die Luft durch mannigfache Verzweigung in alle Teile des Körpers führen, bei andern Formen (3. B. den wasserbewohnenden Larven der Eintagsfliegen, Köcherjungfern) finden sich keine derartigen Luftlocher, die T. beginnen vielmehr mit feinen Verzweigungen in blatt-⸗ oder fadenförmigen seitlichen Anhängen des Hinterleibes, sammeln sich in einem jeden zu einem Stämmchen, das in den Körper tritt und hier in einen jederseits vorhandenen Längsstamm mündet. Diese Art der T. bezeichnet man als Kiementracheen. Die größern Tracheenstämme werden durch elastische Spiralfasern gestützt und offen gehalten.