FeedTrachelden
PflanzenreichBrockhaus 1882

Trachelden nennt man diejenigen Gewebeelemente der Gefäßpflanzen, welche zwar allseitig geschlossen sind, aber keinen Protoplasmaschlauch mehr enthalten. Sie führen in ihrem Innern Wasser oder Luft und besitzen an den Wänden ähnliche Verdickungen wie die Gefäße (s. d.), sodaß man gleichfalls Spiral⸗, Ring⸗, netzartige, leiterartige, verdickte und Tüpfeltracheiden unterscheiden kann. Ihre Bedeutung für die Stoffwanderung, speziell die Wasserbewegung in der Pflanze ist ganz dieselbe wie die der Gefäße. Die T. ersetzen bei den meisten sog. Gefäßkryptogamen, sowie bei den Gymnospermen die Gefäße vollständig und treten auch bei allen Angiospermen auf; nicht selten überwiegt auch bei den letztern die Zahl der T. die der vorhandenen echten Gefäße. Während diese besonders in den Hauptstämmen der Gefäßbündel und im Xylem der in die Dicke wachsenden Stamm- und Wurzelorgane vorkommen, finden sich die T. hauptsächlich in den feinern Auszweigungen des Gefäßbündelsystems in den Blättern.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 785Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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