FeedTrapa L.
PflanzenreichBrockhaus 1882

Trapa L., Wassernuß, Pflanzengattung aus der Familie der Onagraceen. Man kennt nur wenige über Europa, Asien und Afrika verbreitete Arten, welche lange fadenförmige, am Grunde im Schlamme stehender Gewässer kriechende Stengel besitzen, die mit federartig zerteilten, untergetauchten Blättern besetzt sind und am obern Ende eine auf dem Wasserspiegel schwimmende Rosette von Blättern tragen, zwischen deren Stielen die kleinen, aus einem zwei-bis vierzähnigen, mit dem unterständigen Fruchtknoten verwachsenen Kelche, vier zerknitterten Blumenblättern, vier Staubgefäßen und zwei fadenförmigen Griffeln zusammengesetzten Blüten stehen. Die Frucht ist eine durch die auswachsenden, verholzenden Kelchzähne mit zwei bis vier Dornen versehene, harte, einsamige Nuß mit eßbarem Kerne. In Europa kommt nur eine Art vor, diegemeine Wassernuß (T. natans L.), welche sich in Deutschland in größern Teichen und in Seen häufig findet. Sie hat lederartige, rautenbemebe gezähnte Schwimmblätter mit blasig aufgetriebenem Stiel und weiße Blüten. Der weißgraue Samen der mit vier Dornen versehenen, bis 3 em breiten Nuß ist sehr wohlschmeckend und kann sowohl roh als gekocht gegessen werden. In China wird die bloß mit zwei Dornen versehene Nuß der in den dortigen Gewässern sehr häufigen T. bicornis L. unter dem Namen Ling oder Leng in großen Massen zu Markte gebracht. Bei allen Trapa-Arten sinken die reif gewordenen Nüsse, nachdem sie sich losgelöst haben, auf den Grund des Wassers hinab, wo sie sich mit ihren Dornen im Schlamme einhaken und im nächsten Frühling keimen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 807Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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