FeedTrephine
ErdkundeBrockhaus 1882

Trephine, s. unter Trepanation. Treéport (Le), Hafenstadt im franz. Depart. Seine-Inférieure, Arrondissement Dieppe, 28 km im NO. von Dieppe, links an der Mündung der Bresle in den Kanal (La Manche), durch einen 3375 mlangen Kanal mit Eu verbunden, Station der Linien Abbeville-T. und Longpré-T. der Französischen Nordbahn, hat eine hochgelegene, sehenswerte Kirche aus dem 14. und 15. Jahrh., deren Turm an der ganzen Küste als Landmarke dient. Auch bestehen noch die Ruinen der von Robert von der Normandie 1059 erbauten Abtei St.Michel. Die Stadt hat einen kleinen Hafen mit Mole und Leuchtturm und zählt (1881) 4215 E., welche Fischerei, besonders Heringsfang, Mühlen, Fabrikation von Spitzen, Tauen und Retzen, sowie Handel treiben, der nordisches Holz, Steinkohlen, Erdpech und Getreide zur Einfuhr; Mehl, Schiffszwieback, Fische, Leinwand und Wein zur Ausfuhr bringt. Auch befinden sich hier sehr besuchte Seebäder und ein Salzentrepöt. Der Ort erscheint erst im 11. Jahrh. unter dem Namen Vetus Portus als Vorhafen von Eu (s. d.). Er wurde 1413 von den Engländern geplündert und samt der Abtei verbrannt, 1523 von ihnen vergeblich angegriffen, aber 1545 wieder in Asche gelegt. Seitdem Frankreich wieder in Besitz von Calais gekommen (1558), sank T. als Seeplatz mehr und mehr herab.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 826Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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