Trachylobium Hayne, Pflanzengattung aus der Familie der Leguminosen. Man kennt nur wenige Arten, die in den Tropengegenden wachsen. Es sind Bäume mit zweizähligen lederartigen Blättern und weißen in Rispen stehenden Blüten. Zwei in Afrika einheimische Arten, T. mosam bicense Klotsch und T. Hornemanianum Hayne, liefern den ostafrikanischen Kopal; von der in Brasilien vorkommenden Art T. Martianum Hayme stammt ein Teil des als amerik. Kopal in den Handel kommenden Harzes. (Vgl. Kopal.) Trachyt (von 26½s, rauh) ist ein licht-grauliches oder licht-rötliches Eruptivgestein, welches in erster Linie durch die Gegenwart von monoklinem Sanidinfeldspat und durch die Abwesenheit von Quarz charakterisiert ist; fernere Gemengteile sind gestreifter trikliner Feldspat, eins, zwei oder seltener alle drei der Mineralien Augit, Hornblende, Magnesiaglimmer, auch Magneteisen, während Olivin stets fehlt. In der Regel liegen einzelne größere Gemengteile, namentlich Sanidin, als tafelförmige Krystalle, in einer dem bloßen Auge fast homogen erscheinenden Grundmasse; auf den Poren der letztern sitzen bisweilen kleine Kryställchen von Tridymit, Hypersthen, Sodalith u. s. w. Die Durchbrüche des eigentlichen T. erfolgten während der Tertiärformation und das Gestein bildet meist glockenförmig gewölbte oder domförmige Berge, auch spitzere Kegel, wie im Siebengebirge (Draschenfels am Rhein), im Westerwalde, in Steiermark, häusig im nördl. Ungarn und Siebenbürgen, in den Euganeen, Mittel⸗ und Unteritalien und der Auvergne. Auch als geflossene Ströme bei thätigen und erloschenen Vulkanen tritt der T. auf, in welchem Falle man ihn Trachytlava nennt.