FeedTrincomali oder Trinconomali
ErdkundeBrockhaus 1882

Trincomali oder Trinconomali, Seestadt auf dem nördl. Teile der Ostküste der Insel Ceylon gelegen, ist Hauptort der Ostprovinz und besitzt einen sehr geräumigen und sichern, aber nicht leicht zugänglichen Hafen, weshalb die Schiffe lieber außerhalb desselben, in Backbai, ankern. Die Stadt ist weitläufig und unregelmäßig gebaut, durch eine Esplanade von der Festung getrennt, hat zwei prot. und eine kath. Kirche, mehrere Hindutempel und Moscheen, einen ausgedehnten Bazar und zählt (1871) 9807 E. Sie steht in ununterbrochenem Verkehr mit Madras. In der Nähe liegen die großartigen Ruinen von Maagrammum und Anaradschapura und gewaltiger künstlicher Bewässerungsteiche. T. wurde im Jan. 1782 von den Engländern unter Admiral Hughes durch Erstürmung der beiden Forts Osterburg und Osnabrück den Holländern entrissen, mußte sich jedoch schon 30. Aug. an den franz. Admiral Suffren ergeben; die am 30. Sept. 1782 zwischen den Engländern und Franzosen gelieferte Schlacht blieb unentschieden. Die letztern gaben die Stadt den Holländern zurück, allein diese verloren sie 1795 nach dreiwöchentlicher Belagerung abermals an die Engländer, welche sie seitdem in Besitz behielten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 846Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6