Coimbatür (Koimbatur) oder Coimbatore, Hauptort des gleichnamigen Distrikts der Präsidentschaft Madras in Britisch-Ostindien, ist 11 nördl. Br. und 77 1“ östl. L. von Greenwich, 450 müber der See auf dem linken Ufer des Nojel, eines rechten Nebenflusses des Kaweri, unweit des Fußes des Nalagirigebirges in einer trockenen, wohlbebauten, vorzüglich gesunden Gegend gelegen. Allein das Trinkwasser, welches aus künstlichen Brunnen erhalten wird, ist minder gut und meistens brackisch. C. ist gut gebaut, mit breiten, luftigen, sehr reinlichen Straßen und zählt (1871) 35310 E. Der von Engländern bewohnte Teil liegt außerhalb der Stadt, so auch ein Kantonnement für Seapoys. C. besitzt mehrere gute europ. Schulen und auch angnis, für 275 Gefangene berechnet, im südö eile der Stadt. An ihrer Südseite befindet sich ein kunstlicher Teich, etwa 5 kmelang, der während der Regenzeit zu einem See von großer Ausdehnung anschwillt. Die Eisenbahn von Madras nach Bepur an der Westküste dieser Präsidentschaft führt an C. vorbei. — Der Distrikt Coimbatur, füdlich von dem zu Madras gehörenden Distrikte Madura und dem Vasallenstaat Trawancore östlich von den Distrikten Tirutschinapalli und Salem, nördlich von den Divisionen Nandidrug und Aschtaram der Provinz Mysore und westlich vom Vahallenstaat Cochin, den zu Madras gehörenden Distritten Malabar, Nilgiri und der Division Aschtagram der Provinz Myf ore begrenzt, hat 19248 akm Flächeninhalt mit 1763 274 E.