Tritschinapali (engl. Trichinopoly, sanskr. Trisirapali), Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts der indo-brit. Präsidentschaft Madras, in der alten Provinz Karnatik, auf dem rechten Ufer des Gaweri an der nach Negapatam führenden Strecke der sich von der Madraseisenbahn abzweigenden Great South-of-India-Bahn. T. hat auf einem gegen 200 m hohen, sehr steil aus der Ebene emporsteigenden isolierten Syenitfelsen eine starke, für uneinnehmbar geltende Festung, die ein Zeughaus, Militärmagazine aller Art, eine evang. Kirche und Missionsstation, sowie eine Petta oder Eingeborenenstadt umschließt. Auf halber Höhe des Felsens steht ein Tempel des Siwa, auf dem Gipfel ein berühmter, stark bewallfahrteter der Ganesa. Die Stadt ist gegenwärtig nur noch der Sitz des Hauptquartiers der im Suden der Präsidentschaft Madras „liegenden Truppen, während früher sich ein Campement für 4 - 500 Mann 3—4 km südwestlich von der Stadt befand. T. zählt (1881) 84 44 C., welche gute Kurzwaren, Messer, Juwelier⸗, Sattler⸗ und Riemerarbeiten, Cigarren u. s. w. verfertigen. Gegenüber der Stadt liegt auf einer Flußinsel die Stadt Seringham, ein Wallfahrtsort mit stattlichen, besonders heilig gehaltenen Hindutempeln. — Der Distrikt Tritschinapali zählt (1881) auf 9223 dÆEm 1215 033