Trankebar oder Tranquebar lind. Turangawari), Stadt mit der Festung Dansborg, auf der Küste von Koromandel in dem Distrikt Tanjore der südl. Abteilung (Range) der brit.⸗ind. Präsidentschaft Madras, an einem der Mündungsarme des Kaweri, wurde 1620 von den Dänen auf einem dem Radscha von Tanjore abgekauften Bezirk erbaut. Die Stadt zählt etwa 20000 E., hat einen Hafen, Baumwollfabriken, Seesalzsiedereien und ziemlich beträchtlichen Handel. Sie war der Hauptort der dän. Besitzungen in Ostindien bis 1845, wo Dänemark dieselben an die Englisch-Ostindische Kompagnie verkaufte. König Friedrich IV. von Dänemark errichtete daselbst 1706 eine Missionsanstalt, die bis in die neueste Zeit mit ansehnlichen Geldsummen aus Dänemark, Deutschland und England unterstützt wurde und eine Schule und eigene Druckerei besitzt, welche besonders auch Werke in der Landessprache, der tamulischen, liefert.