FeedTriphau oder Spodumen
NaturlehreBrockhaus 1882

Triphau oder Spodumen, ein mit dem monoklinen Augit isomorphes Mineral, von welchem man durch neuere Analysen erkannt hat, daß es auch chemisch einen Lithion-Augit darstellt, indem es auf die chemische Formel LiAlzSi, O12 führt, was sich als eine Verbindung von einem Molekül der Metasilikate Li SiO, und Alz Si, O, deuten läßt und ergeben würde: 64.5 Proz. Kieselsäure, 27,4 Thonerde, 8,1 Lithion. Krystalle, nach dem Orthopinakoid verzwillingt, sind selten, meistens erscheint das Mineral in individualisierten Massen oder in breitstängeligen und dickschaligen Aggregaten, mit Glasglanz (auf den orthodia onalen und prismatischen Spaltungsflächen mit Perlmutterglanz), durchscheinend, von grünlichweißer und lichtgrünlichgrauer Farbe, der Härte 6,5 bis 7 und dem spezifischen Gewicht 3,13 bis 3uo. Von Säuren wird der T. nicht angegriffen. Fundorte sind die Insel Utö in Norwegen, Tirol, Schottland, Norwich und Sterling in Massachusetts, die Black Hills in Dakota (2—6 Fuß lange Krystalle); bei Warren und Lyon in Alexander Co., Nordearolina, kommt eine reich krystallisierte, tief smaragdgrüne und stark pleochroitische Varietät vor, der Hiddenit, welcher seine schöne Farbe vielleicht einem kleinen Gehalt von Chromoxyd verdankt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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