FeedTriton
TierreichBrockhaus 1882

Triton, ein Sohn des Poseidon (Neptun) und der Amphitrite, der mit seinem Vater und seiner Mutter in goldenem Palast auf dem Grunde des Meeres wohnte. Auch wird als seine Heimat der sagenhafte tritonische See in Libyen angegeben. T. hatte oben die Gestalt eines Mannes, vom Leibe an aber die eines Seeungeheuers mit Fischschwanz. Meist erscheint T. als Diener seines Vaters Poseidon, indem er mit einer schneckenförmig gewundenen Muscheltrompete die Fluten erregt oder die empörten Fluten besänftigt; im Gigantenkriege setzte er durch das Blasen auf derselben die Götterfeinde in Schrecken. Oft erscheint er dann in Poesie und Kunst als ein unterer Meergott in der Mehrzahl, der andern Seegottheiten, namentlich den Nereiden, zum Reiten und Fahren dient. Diese Tritonen werden mannigfach beschrieben und dargestellt; meist aber erscheinen sie oben als Mensch, unten als Fisch. Ihr Hauptkennzeichen auf Kunstwerken ist die Muscheltrompete. Nach der Beschreibung des Pausanias haben sie grünes Haupthaar, Kiemen unter den Ohren, menschliche Nase, breiten Mund mit Tierzähnen, feine Schuppen und statt der Füße einen Schweif wie die Delphine.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 854Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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