Telchinen heißen in der griech. Mythologie vulkanische, also feurige Dämonen, welche aber, mehr noch als CPerbaltte, zugleich als in der Meerestiefe heimisch gedacht wurden. Ihnen, Söhnen der Thalatta, d. h. des Meeres, wurde von Rhea Poseidon als Kind übergeben, und ihre Schwester Halia gebar hernach dem Poseidon die Rhodos. In diese verliebte sich Helios, der nach ihr die Insel hodos benannte, auf der er als Hauptgott verehrt wurde, nachdem die T. vor einer überschwemmung die Insel verlassen hatten oder von Zeus oder Helios oder dessen Söhnen erlegt oder vertrieben worden waren. Die T. galten für kunstreiche Schmiede und Zauberer, für die ersten Bearbeiter von Eisen und Erz, für Verfertiger ältester Götterbilder aus Metall und mythischer Waffen und Geräte, namentlich der Sichel des Kronos und des Dreizacks des Poseidon, wie für Wettermacher. Sie sollen auf Rhodos Wasser von der Styx ausgegossen und dadurch Unfruchtbarkeit bewirkt haben, womit offenbar vulkanische Erscheinungen gemeint sind. Auch waren sie wandelbar von Gestalt, bald Göttern, Menschen, Pischer oder Vögeln ähnlich.