Trumpp (Ernst), Orientalist, geb. 13. März 1828 zu Ilsfeld bei Heilbronn, studierte im Stift zu Tübingen Theologie und orient. Sprachen, war kurze Zeit Vikar und ging dann nach England, wo er erst Lehrer der klassischen Sprachen, hierauf Bibliothekar im Ostindischen Haus in London wurde und ein Jahr später im Dienst der Church mission society sich nach der Provinz Sindh in Ostindien senden ließ. Hier blieb er mehrere Jahre, lebte später in Stuttgart und als Diakonus in Pfullingen, und ging dann nochmals nach Indien. Zurückgekehrt, habilitierte er sich 1872 in Tübingen, von wo er 1874 einem Ruf als ord. Professor der semitischen Sprachen an die Universität nach München folgte. Er starb daselbst 5. April 1885. Seine hauptsächlichsten Werke sind: „Grammar of the Sindhi languager (Lond. 1872), c6rammar of the Pastõ or language of the Afghäns v (Tüb. 1873), „Einleitung in das Studium der arab. Grammatiken» (Münch. 1876), KThe Adi Gronth, or the holy scriptures of the Silchs, translatedo (Lond. 1877), Das Taufbuch der äthiop. Kirche. Athiopisch und deutsch» (Münch. 1876), „Der Kampf Adamso» läthiop. Text, verglichen mit dem arab. Originaltert, Münch. 1880), «Die Religion der Sikhso (Lpz. 1881) u. s. w.