Tudor, die Dynastie, die 1485 —1603 England regierte. Als Stammvater wird Owen-ap-Meridith-ap-T. betrachtet, in dem nach der Uberlieferung das Blut der alten Fürsten von Wales floß. Owen T. heiratete 1422 Katharina von Frankreich, die Witwe Heinrichs V. (s. d.W und Mutter Heinrichs VI. von England. Dieses Glück erst brachte die Familie am engl. Königshofe empor. Von T. gebar die Prinzessin drei Söhne, Edmund,‚ Jasper und Owen. Letzterer, Owen, trat in den geistlichen Stand: Jasper wurde zum Grafen von Pembroke, Edmund zum Grafen von an Tund erhoben. Natürlich entschieden sich Owen T. und dessen Söhne, welche die Stiefbrüder Heinrichs VI. waren, in dem Streite der Häuser Nork und Lancaster (s. Plantagenet) für Lancaster, dem der König angehörte. Jasper führte sogar 1461 in der Schlacht bei Mortimers-Croß die Truppen Margaretens von Anjou (i. d.) an. Owen T. fiel hier in die Hände der Nork und wurde auf Befehl des Herzogs von Nork auf der Stelle enthauptet. Jasper starb kinderlos. Edmund T., Graf von Richmond, heiratete Margarete von Beaufort, die Erbtochter des Hauses Lancaster. Aus dieser Ehe entsprang ein Sohn, Heinrich T., Graf von Richmond, der nach dem Tode seiner Mutter die Ansprüche des Hauses Lancaster auf den engl. Thron, den Norks gegenüber, erbte, 1485 in England landete und 22. Aug. 1485 den König Richard III. (s. d.) aus dem Hause Nork in der Schlacht von Bosworth erschlug. Heinrich VII. (s. d.), wie er sich nach dem Siege nannte, suchte seine Rechte zu verstärken, indem er Clisabeth, die älteste Tochter Eduards IV. (s. d.), aus dem Hause Hork, heiratete. So vereinigte er die Interessen der Vork und Lancaster und schloß die blutigen Kämpfe der beiden Rosen (s. d.). Außerdem ließ er seine Thronerhebung vom Parlament bestätigen und befestigte sich durch eine strenge, auf Demütigung der Großen gerichtete Regierung. Aus der Che mit Elisabeth, die 1503 starb, erhielt Heinrich VII. vier Kinder: Margarete T.; Arthur, Prinz von Wales, der sich mit Katharina von Aniou vermählte, aber 1502 kinderlos starb; Heinrich VIII., den Nachfolger, und die Prinzessin Marie. Marie T., die jüngste Tochter Heinrichs VII., vermählte sich mit Ludwig XII. (s. d.) von Frankreich. Als derselbe einige Monate später, 151⁵, starb, heiratete sie den engl. Edelmann Charles Brandon, Herzog von Suffolk. Sie starb 1533: ihre Enkelin aus 7* 29 0.f00 war die unlückliche Johanna Grey (J. d.). M argarcte T., älteste Tochter Heinrichs VII., vermählte sich mit Jakob IV. von Schottland und gebar demselben Jakob V. Sie war hiernach die Großmutter der unglücklichen Maria Stuart und die Urgroßmutter Jakobs VI. Aus einer zweiten Che Margaretens mit dem Grafen Douglas von Angus entsprang eine Tochter, die ebenfalls den Namen Margarete empfing. Diese Tochter vermählte sich mit einem Stuart, dem Grafen von Lenor, aus welcher Verbindung Heinrich Darnley, der Gemahl der Königin Maria Stuart, entsprang. Jakob VI. von Schottland war demnach von seiten der Mutter wie des Vaters ein Urenkel der Tochter Heinrichs VII. Margarete starb 1539. Heinrich VIII. (. d.), der Sohn und Nachfolger Heinrichs VII., 1509—47, erbte die Staatstlugheit und Energie seines Vaters, die sich in ihm zur Brutalität steigerte. Er hatte nacheinander sechs Gemahlinnen, von deren er zwei, Katharina von Aragonien, die Witwe seines verstorbenen Bruders, und Anna von Kleve verstieß, zwei andere, Anna Boleyn und Katharina Howard, enthaupten ließ. Katharina von Aragonien gebar ihm die nachmalige Königin Maria, Anna Boleyn die spätere Königin Clisabeth, Johanna Seymour seinen unmittelbaren Nachfolger, Eduard VI. Seine beiden Töchter erklärte er anfangs für illegitim, ließ aber deren eventuelle Thronrechte durch eine Parlamentsalte von 1544 wiederherstellen. Sein Sohn und Nachfolger, Eduard VI., 1547 —53, ein schwächlicher Jüngling, ließ sich durch den Herzog von Northumberland bereden, seine beiden Schwestern unter nichtigen Vorwänden und ohne Beobachtung der Formen abermals von der Thronfolge auszuschließen. Er ernannte seine Cousine Johanna Grey, die Schwiegertochter Northumberlands, zur Nachfolgerin. Nach seinem Tode gelang es jedoch seiner ältern Schwester, Maria, ihre unschuldige Nebenbuhlerin sogleich zu verdrängen. Mit der Thronbesteigung Marias, 1553 —58, begann jene blutige Reaktion gegen die Kirchenreformation, die ihre Person wie ihre Regierung verhaßt machte. Wiewohl Maria mit Philipp II. von Spanien vermählt war, starb sie doch 1558 kinderlos. Ihr folgte auf dem Throne die zweite Tochter Heinrichs VIII., die Königin Elisabeth, die unvermählt blieb. Nach ihrem Tode 1603 erbte den engl. Thron der Abkömmling Margareta T.s, Jakob VI. von Schottland, der nun beide Reiche als Jakob J. regierte und das königl. Haus der Stuarts hiermit nach England verpflanzte. „Tü-düc, eigentlich Hoang Nam, Kaiser von Annam, folgte 1847 seinem Vater Thinutri. Seit 1848 begann er die Christen zu verfolgen, weshalb der franz. Missionsbischof Lefevre die Einmischung Frankreichs anrief. Nachdem 1857 der span. Missionsbischof Diaz hingerichtet worden war, erfolgte 1858 der Krieg mit Frankreich und Spanien. (S. unter Annam.) Endlich schloß T. 15. März 1874 mit Frankreich den Vertrag von Saigun ab, worin von letzterm zwar formell die Unabhängigkeit Annams anerkannt, thats ächlichaber ein Protektorat Frankreichs über Annam geschaffen wurde, da Frankreich einen Residenten mit bewaffneter Macht in Hué halten und die Führung der auswärtigen Politik übernehmen sollte. Da China, dessen Oberhoheit über Annam in dem Vertrage ganz ignoriert wurde, 1875 gegen denselben protestierte, so blieb er zunächst unausgeführt. Während des 1883 von Imnam und Tondimmfunn seiner Ansprüche auf uff, allgemeine Bezeichnun ur gewisse mi Absätze aus kalk-oder kieselsäurehaltigem Gewässer Kalktuff, Kieseltuff), andererseits für Anhäufungen vulkanischen Materials, welches entweder einen Trümmerschutt von zerstörten Basalt-oder Trachytbergen darstellt oder in losem Zustande als vulkanischer Sand und Asche direkt aus Kratern und Spalten herausgeschleudert wurde.