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ErdkundeBrockhaus 1882

Tuy, bei den Römern und mittellat. Tude, befestigte Stadt (Ciudad) und Bezirkshauptort in der span. Provinz Pontevedra in Galicien, rechts am untern Mißo (Minho), der portug. Grenzfestung Valenca do Minho gegenüber, Station der Eisenbahn Orense-Vigo und mit La Guardia nördlich der Mündung des Mino durch eine Landstraße verbunden, ist Sitz eines Bischofs seit der Westgotenzeit, zählt (1877) 11 710 E., hat starken Wein⸗ und Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XV. Obstbau, Gemüsegärtnerei, Orangen⸗ und Maulbeerplantagen und treibt Handel mit hier gewebtem Leinentischzeug und mit in Zucker eingemachten Südfrüchten (dulce de perada). T. ist ein Hauptsitz des span. Schmuggelhandels mit Portugal. Etwa 7 km flußaufwärts liegt der Badeort Caldelas mit Schwefelthermen von 46 bis 49 C.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 929Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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