FeedUgogo
TierreichBrockhaus 1882

Ugogo, welliges dürres Tafelland im äquatorialen Ostafrika, etwa zwischen 6—8 südl. Br., westlich von Usagara. Sand und Kies bilden den Hauptteil des Bodens; Flüsse sind nicht vorhanden, Regenbäche (Nullahs) und Regenteiche (Ziwas) ersetzen dieselben nur unvollständig. Die von Rasen und Akazien umsäumten und von zahllosen Wasservögeln belebten Ziwas bilden die Oasen dieser Landschaft. Holzwuchs ist wenig vorhanden; nur Balsamsträucher, Aloé, Cuphorbien, blattlose Kappernsträucher, dorniges Akaziengestrüpp und sparriges Gras erheben sich gebüschweise und auch einzeln. Die Fauna weist Löwen, Schakale, Großohrfüchse, Büffel, Giraffen, Nashorn, Elefanten, Strauße und Perlhühner auf. Die Eingeborenen, Wagogo, wohnen in schlecht gebauten Lehmhütten, Elfenbein bildet ihren Hauptreichtum. Der Sultan oder Mtemi von U. legt den das Land durchziehenden Karawanen schwere Durchgangszölle auf, wofür während der heißen Jahreszeit die Wasserplätze in Ordnung gehalten werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 949Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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