Uterini, von Einer Mutter geborene Halbgeschwister (s. d.). ütersen, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Pinneberg, an der schiffbaren Pinnau, die sich 8 Km unterhalb in die Unterelbe ergießt und in neuester Zeit bedeutende Korrektionen für Schiffahrts⸗ und Meliorationszwecke erfahren hat, am Rande der Haseldorfer Marsch, 4 km im WSW. von der Station Tornesch der Altona-Kieler Bahn, wohin eine Pferdeeisenbahn führt, Sitz eines Amtsgerichts und eines Nebenzollamts, zählt (1885) 5058 überwiegend luth. E. und hat eine stattliche evang. Pfarrkirche mit altem Freskodeckengemälde, ein Schullehrerseminar, Knabenmittelschule, höhere Töchterschule, Krankenhaus (Bleekerstift), Armenhaus und im ehemaligen Cistercienserkloster von 1235 ein prhoht weltliches Damenstift für Töchter der schlesw.⸗holst. Ritterschaft. U. hat eine bedeutende Industrie: Fabriken für Maschinenbau, Hüte, Cigarren, Cigarrenkisten, Cement, Cichorien, Tuch, Posamenten, Dünger, Essig, ferner Wollspinnereien, Tuchwalkerei, Loh- und Weißgerbereien, Tonnenbandgeschäfte, Leimsiedereien, Herstellung von Ofen und Fliesen, Ziegeleien, Knochenbrennerei, Schiffbau und Schiffahrt. Zu U. sind 14 Seeschiffe zu 304 Registertons heimatsberechtigt. Die Cementfabrik, mit einer Thonwarenfabrik verbunden, war die erste und lange Zeit einzige deutsche Portland-Cementfabrik nach englischem Muster. Die Grafen von Holstein schlugen hier 1306 die Dithmarschen; 1412 und 1756 richteten Sturmfluten große Verheerungen in der Umgegend an.