FeedUckermünde
ErdkundeBrockhaus 1882

Uckermünde, auch Ukermünde, Kreisstadt des Regierungsbezirks Stettin in der preuß. Provinz Pommern, links an der Ucker, 3 km oberhalb ihrer Mündung in das Kleine Haff, Station der Linie atznick-U. der mmpsschinah Staatsbahnen, mit tettin durch Dampfschiffahrt verbunden, ist Sitz des Landratsamts, eines Amtsgerichts und eines Strandamts, zählt (1885) 5458 E. und hat ein Pflegeanpalt. en eine Provinzial-Irrenheil⸗ und Pflegeanstalt, ein altes Schloß, eine höhere Bürgerschule, eine Eisengießerei namentlich für Eisengitter und Kochgeschirr, drei Schiffbaustellen für Haffkähne, viele Ziegeleien, die jährlich gegen 50 Millionen Steine liefern, Torfgewinnung, Fischerei und bedeutenden Holzhandel. In J. 1882 waren zu li. 25 Seeschiffe mit einem Gehalt von 6453 Registertons Inung. — Ders U. war ehemals eine starke Festung. — Der Kreis Uckermünde zählt auf 831 qkm (1885) 48677 E. Ueles, Stadt in der span. Provinz Cuenca, Untsseinan P. nahe links der Bedija, eines linksseitigen Nebenflusses des Riänsares, mit 1138 E., hieß zur Zeit der Mauren Oklis (mittellat. Uclesium), lag in der Landschaft Esch-Scharran und gehörte 1036 — 85 den Dhulnuniden. Am 30. Mai 1108 besiegte hier Abul Hasan Ali, Beherrscher des großen Almoravidenreichs in Afrika und Spanien, die Castilianer unter Sancho, dem Sohne König Alfonsos VI.; Sancho fiel in dieser Schlacht. Am 13. Jan. 1809 erfochten bei U. die Franzosen unter Victor über die panier unter dem Herzog von Infantado einen Sieg. daipur, indobrit. Staat, s. Mewar.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 946Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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