Valangin (deutsch Valendis), Städtchen im Bezirk Val de Ruz des schweiz. Kantons Neuenburg, liegt 651 m über dem Meere, 4 km nordwestlich von Reuchätel auf dem rechten Ufer des Seyon am Westfuß des Chaumont, besitzt ein altes Schloß, einst 600 der Grafen von V., jetzt Gefängnis, und eine pätgot. 1505 erbaute Pfarrkirche und Run (1880) 449 E. meist reform. Konfession und franz. Zunge. Die Grafschaft V., welche das Val de Ruz und den Clods de la Franchise, oder die Gegend von Chaux-de-Fonds, Locle und Brenets umfaßte, gehörte einem Zweige des Hauses Neuenburg und kam 1579 nach dem Erlöschen desselben an Neuenburg zurück.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 98Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei