Valdieri (frz. Vaudier), Marktflecken in der ital. Provinz und im Bezirk Cuneo, 18 km südwestlich von der Stadt Cuneo in Piemont, im malerischen Seealpenthale des Sturazuflusses Gesso und am Abhange des vielgezackten Monte-Matto, zwar 1350 meüber dem Meere, doch in günstigem Klima gelegen, zählt (1881) 1673 (Gemeinde 3120) E. und hat Eisenwerke und Marmorbrüche, ist aber hauptsächlich durch seine Schwefelthermen und Bäder berühmt. Es sind acht Quellen von 26—69 C. im Gebrauch, teils zum Trinken, teils zum Baden. Außerdem gibt es noch mehrere andere schwer zugängliche und darum unbenutzte Quellen, von denen zwei 75 C. Wärme halten. Ein großes Badegebäude mit 250 Zimmern wurde 1860 errichtet. Das Wasser wird besonders empfohlen gegen Hautausschläge, Knochengeschwülste, Lähmungen, rheumatische und gichtische Leiden, Augenentzündungen, Unterleibsstockungen, Gallen-und Blasenstein; auch kommt Mineralschlamm zur Anwendung, sowie der von zahlreichen mikroskopischen Tierchen belebte Schimmel, der sich auf dem von dem Thermalwasser überströmten Gestein bildet.