Valeriangeten (Valerianacsae), Pflanzenfamilie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Man kennt gegen 300 Arten, die vorzugsweise in der nördlichen gemäßigten Zone vorkommen. Es sind einjährige oder perennierende Kräuter, seltener Halbsträucher. Ihre Blätter kommen meist direlt aus dem Wurzelstock oder stehen doch wenigstens dicht gedrängt an der Basis des Stengels, sie sind gefiedert oder auch ungeteilt. Die zwitterigen gewöhnlich in Trugdolden angeordneten Blüten haben einen undeutlichen oberständigen Kelch, eine in der Regel vierteilige Blumenkrone, 1—4 Staubgefäße und einen dreifächerigen Fruchtknoten mit fadenförmigem Griffel. Die Frucht ist eine einsamige Achene, da zwei Fächer des Fruchtknotens regelmäßig abortieren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 104Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei