FeedVallendar
ErdkundeBrockhaus 1882

Vallendar, Stadt im rheinpreuß. Regierungsbezirk und Kreis Koblenz, rechts am Rhein, an südwestlichen Ausläufern des Westerwaldes, 5kmnördlich von Ehrenbreitstein, Station der Linie Speldorf-Niederlahnstein der Preußischen Staatsbahnen, eb (1885) 3608 E. Die 1839 von Lassaulx unter eibehaltung des Turms aus dem 15. Jahrh. im roman. Stile neu erbaute kath. Pfarrkirche besitzt schöne Glasgemälde; die schöne prot. Kirche wurde 1885 erbaut. Über 1 km östlich der Stadt liegt die Ruine des 1143 gegründeten, 1567 aufgehobenen Klosters Schönstadt. Der Mallendarer Berg, 2km südlich von V., früher Sommersitz des Deutsch—⸗ ordenskomturs der Ballei Koblenz, ist ein hübscher Aussichtspunkt. Es bestehen zu V. Fabriken für Tuch, Wollwaren, Cigarren, Leder, Schaumwein, Siegellack und Thonröhren. V. ist mit der im Rhein liegenden Insel Niederwerth durch eine Hochseilfähre verbunden, der einzigen auf dem Rheinstrom.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 108Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6