Variolit, Name für ein an den Diabas sich anschließendes Gestein, welches in einer schmutzig dunkelgrünen Grundmasse helle grünliche Kügelchen von 1 bis 5 mm im Durchmesser und von porzellanähnlichem Aussehen enthält; letztere sind schwerer verwitterbar und härter als die Hauptmasse und stehen daher an der Oberfläche halbkugelartig und pockennarbenähnlich hervor. (Daher der Name, von variola, die Pocke.) Die bald unregelmäßig verstreuten, bald eng gehäuften Kügelchen sind Bildungen, welche den Sphärolithen in den Obsidianen nahe verwandt erscheinen; bisweilen, wo ihre Struktur etwas deutlicher wird, befindet man sie aus verzwillingten Plagioklasen und skelettartigen Augiten aufgebaut. Die Grundmasse ist sehr zersetzt, reich an Viridit und umgewandeltem Titaneisen. Gesteine dieser Art sind bekannt zwischen Modane und dem Fort Braman in Savoyen, von Sestri an der Riviera, als weitverbreitete Geschiebe in der Durance und Doire und andern Flüssen der Seealpen; ferner im Fichtelgebirge (Raitschin bei Hof, Berneck), in Oberfranken (Wiersberg, Selbitz), im sächs. Vogtlande (Schönfels), wo sie Lager an der Grenze von Mittel⸗ und Oberdevon bilden.