FeedVelez-Rübio
ErdkundeBrockhaus 1882

Velez-Rübio, freundliche Stadt (Villa) und Bezirkshauptort der span. Provinz Almeria, der bedeutendste Ort im nördl. Teile derselben, links am Rio de Velez (Chirivel, arab. Valad), in einer prachtvollen Vega, 671 m über dem Meere, zwischen der Sierra de las Estancias im Süden und der Sierra de Maria im Norden, welche sich hier im Cerro Maimon Grande zu 1589 m erhebt, zählt (1877) 9439 E. und hat Tuchfabrikation, Wollzeugweberei und nahebei eisenhaltige Mineralquellen. B., arab. Valad-el-Ahmar, gehörte zum maurischen Königreich Granada bis zum Sturze desselben. Etwa 7 km im NNW. von V. auf dem Ostende des Kammes der Sierra de Maria liegt die Stadt (Villa) Vélez-Blanco (arab. Valad-al-Abiad), mit 6594 E., Tuchfabrikation, Leinweberei, Seifensiederei, Slmühlen und Schafzucht. Auch dieser Ort war bis zur Vertreibung der Mauren aus Spanien eine Grenzfestung des Königreichs Granada; an jene Zeit erinnert noch die umfangreiche, wohlerhaltene, auf steiler Felsenhöhe thronende Burg des letzten span. Maurenkönigs Boabdil. V. und Velez-Blanco gehörten während der arab. Epoche zur Landschaft Bedschaja, später zur Markgrafschaft Velez der Fagardo.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 141Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6