Velde (Franz Karl van der), deutscher Romanschriftsteller, geb. zu Breslau 27. Sept. 1779, studierte seit 1797 zu Frankfurt a. O. die Rechte, wurde dann Auskultator, 1804 Stadtgerichtsdirektor zu Winzig, 1814 Assessor bei dem Stadtgericht in Breslau und 1818 Stadtrichter in Zobten. Im April 1823 kehrte er als Justizkommissar nach Breslau zurück, wo er 6. April 1824 starb. Die erste Sammlung seiner Erzählungen sind die Erzstufend (3 Bde., Dresd. 1824). Diesen folgten, außer vielen andern: «Die Eroberung von Mexikov, Die Mägdekriegv, «Christine und ihr Hofv und «Die Gesandtschaftsreise nach Chinav. Seine «Sämtlichen Schriften» gaben Böttiger und Theodor Hell (mit Biographie, 25 Bde., Dresd. 1824—27, und 27 Bde., 1830—32; 7. Aufl., 10 Bde., Lpz. 1862) heraus. Sein Wohnhaus in Zobten erhielt 1877 eine Gedenktafel. (deke.