Veleda hieß eine priesterliche Jungfrau aus dem german. Volke der Bructerer. Gleich der ältern Albruna, der wenig spätern semnonischen Ganna und der Gambara der longobard. Sage übte sie eine auf ½½ gegründete polit. Macht und genoß eine fast göttliche Verehrung. Ihr Ansehen aber war begründet worden, als ihre Weissagung eintraf, die dem Bataver Civilis (s. d.) bei seinem Aufstande gegen die Römer Glück verheißen hatte. Der weitere Verlauf dieser Kämpfe ward wesentlich durch ihre Mitwirkung bedingt, wie auch bei dem Vertrage, den die Ubier von Köln mit den Tencterern schlossen, beide Teile dem Urteile des Civilis und der V. sich unterwarfen. Zur Zeit des Kaisers Vespasian befand sich V. als Gefangene zu Rom. Beleda, der 126. Asteroid, s. u. Planeten.