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ErdkundeBrockhaus 1882

Verviers, Stadt an der Vesdre in der belg. Provinz Lüttich, Station der Linien Brüssel-Herbesthal der Belgischen Staatsbahnen, freundlich gelegen im Thale und am Abhange eines Bergs, einst zur Markgrafschaft Franchimont gehörig, wurde erst 1651 zur Stadt erhoben und zählt (1884) 43 791 C. Der Ort ist Mittelpunkt der großartigsten Tuch⸗ und Kasimirfabrikation. Im Bezirk V. werden jährlich 390000 Stück Tuch verfertigt, von denen der dritte Teil versandt wird; auch die Wollgarnspinnerei ist bedeutend. Bei V. ist zur aren vonndo der Stadt 1869—78 ein Wasserbecken von 82 ha (Barrage de la Gileppe genannt) angelegt worden, das über 12 Mill. Kubikmeter Wasser faßt. Dem 1794 vom Fürstbischof von Lüttich hingerichteten Bürger Chapuis wurde 1880 ein Denkmal errichtet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 233Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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