Vierzehnheiligen, sehr besuchter Wallfahrtsort im bayr. Regierungsbezirk Oberfranken, Bezirksamt Staffelstein, 27 Km nordnordöstlich von Bamberg, am östl. Rande des Maintals auf einer Anhöhe zwischen den Städtchen und Eisenbahnstationen Staffelstein und Lichtenfels, 4 Km nordnordöstlich von dem Staffelberge und östlich gegenüber vom Kloster Banz (s. d.) gelegen, mit herrlicher Aussicht auf Banz und das Mainthal. Die Entstehung der herrlichen zweitürmigen Wallfahrtskirche knüpft sich an eine legendenhafte Wundererscheinung. An der Stelle, wo einem Schäfer 1446 die vierzehn heiligen Nothelfer erschienen waren, wurde 1447 eine Kaelle errichtet, welche 1525 im Bauernkriege zerstört, später aber wieder aufgebaut wurde. Zu dem Prachtbau, der zum Teil jetzt noch steht, einem Meisterstück des würzburgischen Obersten Balthasar Neumann, wurde 1743 der Grundstein gelegt und 1772 derselbe eingeweiht. Nach den 1835 durch einen Blitzstrahl angerichteten starken Beschädigungen wurde die Kirche in sehr harmonischen Verhältnissen neu hergestellt und mit schönen, die Legende von der Gründung der Kirche darstellenden Fresken von Aug. Palme geschmückt.