Villanellen (ital., ursprünglich Villotte alla Napolitana) oder Villanesken, die bei ländlichen Tänzen gesungenen Lieder, die im 16. Jahrh. zuerst in Italien aufkamen und von da aus in Frantreich eingebürgert wurden. Auch hieß man V. eine Art hausbackener, oft schlüpfriger Lieder, in welchen ital. Singmeister jener Zeit ihren Schülern die musikalischen Regeln beizubringen suchten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 267Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei