FeedVisiereinschnitten
AllerleiBrockhaus 1882

Visiereinschnitten versehen sind und nach Belieben aufgerichtet werden können, und elevationsfähige V., bei welchen der Visiereinschnitt verschiebbar eingerichtet ist; letztere sind meistenteils Schiebervisiere, auch wohl Quadrantenvisiere, allmählich aufgerichtet werden kann. (gl. Handfeuerwaffen.) Der Winkel der Visierlinie mit der Seelenachse heißt Visierwinkel. Bei Geschützrohren ist in der niedrigsten Stellung des V. die Visierlinie gewöhnlich der Seelenachse parallel, bei Gewehren ist auch in dieser Stellung bereits ein Visierwinkel und heißt der mit diesem Visierwinkel abgegebene Schuß ein Visierschuß, auch Kernschuß. — Bei manchen zum Feldmessen bestimmten Instrumenten heißt V. der feine lotrechte Einschnitt an der hintern aufrechtstehenden Platte, durch den man sieht, um den vordern Teil des Instruments in eine bestimmte Richtung zu bringen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 293Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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