FeedViverren (Viverridae)
TierreichBrockhaus 1882

Viverren (Viverridae), eine aus etwa 100 Arten bestehende Familie kleiner bis mittelgroßer Raubtiere, die man (besonders engl. Forscher) in eine große Anzahl ungleichwertiger und teilweise ganz überflüssiger Gattungen zerlegt hat. Die V. haben einen schmächtigen, Eten.e Körper, meist langen Schwanz, an den kurzen Beinen fünf⸗ oder vierzehige Füße, entweder mit zurückziehbaren oder unbeweglichen Krallen und behaarter oder nackter Sohle. In der Nähe des Afters oder der äußern Geschlechtsorgane finden sich meist ansehnliche, oft ein sehr stark riechendes Sekret (Zibeth) absondernde Drüsen. Die V. bewohnen die Alte Welt, von Südfrankreich und Spanien durch ganz Afrika, über Madagaskar, Indien bis zu den Molukken und China. Es sind kühne Räuber, die jedes Tier, das sie zu bewältigen hoffen können, anschleichen. Sie haben sehr geschmeidige, elegante Bewegungen und manche sind vorzügliche Kletterer. anche ihrer anatom. Charaktere erinnern an die Familie der Hunde, andere an die der Katzen und wieder andere an Marder und Bären. Zu ihnen gehören: die Ginsterkatze (Viverra Genetta, Tafel: Kleinere Raubtiere, Fig. 1), ein graugelber, dunkel gefleckter Bewohner Südfrankreichs, Spaniens und Afrikas von 95 em Länge, wovon 20 em auf den Schwanz entfallen, der Palmmarder (Paradoxurus typus, Fig. 2) aus Ostindien, mit einem 50 em langen Körper und 56 em langen Schwanze, weiter das Ichneumon (s. d., Herpestes ichneumon, Fig. 3) und das Zibethtier (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 299Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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