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NaturlehreBrockhaus 1882

W, der 23. Buchstabe des deutschen Alphabets, gegenwärtig nur in wenig Alphabeten überhaupt noch angewendet (im Deutschen, Holländischen, Dänischen, Litauischen, im ältern Czechischen), ist aus der Doppelsetzung von u (v) entstanden, daher im Englischen noch double u genannt, und bezeichnet in verschiedenen Sprachen verschiedene Laute, im Deutschen den medialen Spiranten der Labialreihe; dieser Laut wird aber auch im Deutschen verschieden gebildet, in Mitteldeutschland in der Regel mit Annäherung der beiden Lippen (labio-labiales w), in Norddeutschland durch Annäherung der Unterlippe an die obere Zahnreihe (labio-dentales v). Im Englischen dagegen bezeichnet v den Halbvokaleu, d. h. das als Konsonant verwendete u. Als Abkürzung steht bei geogr. Bestimmungen W. für West, w. für westlich, w. L. für westliche Länge. Auf Kurszetteln steht W. für Währung. In der Chemie ist W das Zeichen oder Symbol für Wolfram.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 352Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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