FeedWaldenburg
ErdkundeBrockhaus 1882

Waldenburg, Stadt in der Kreishauptmannschaft Zwickau im Königreich Sachsen, Hauptort der Rezeßherrschaft W. des Hauses Schönburg (. d.), an der Zwickauer Mulde, in angenehmer Gegend, Station der Linie Glauchau-Wurzen der Sächsischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat ein fürstl. waldenb. Residenzschloß, ein Schullehrerseminar, eine Fachschule für Töpfer (Altstadt) und eine gewerbliche Fach⸗ und Fortbildungsschule für Wirkerei, Weberei und Posamenten, eine große fürstl. Mühle, sehr bedeutende Strumpfwirkerei, Weberei, Posamenten⸗ und Korsettfabrikation. Die Stadt zählt (1880) 2981 CE., aber die dicht bei ihr liegenden Dörfer Altwaldenburg und Altstadt, die als Vorstädte angesehen werden können, haben zusammen auch noch 2351 E. Altstadt zeichnet sich durch die Fabrikation der Waldenburger Gefäße aus, die aus dem bei Frohnsdorf im Altenburgischen gegrabenen sehr fetten Thon verfertigt werden. Nahe bei der von vielen Anlagen umgebenen Stadt liegt der schöne vielbesuchte Park Greenfield.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 398Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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