FeedWaldemar (Friedr. Wilh.)
GeschichteBrockhaus 1882

Waldemar (Friedr. Wilh.), preuß. Prinz, geb. 2. Aug. 1817, war der Sohn des Prinzen Wilhelm, Bruders Friedrich Wilhelms III., und der Prinzessin Maria Anna von Hessen-Homburg. Er genoß eine treffliche Erziehung und begab sich, nachdem er zum Oberst im Gardedragonerregiment vorgerückt, 1845 auf größere Reisen nach dem Orient. Nachdem er die Türkei, Agypten und Ostindien besucht, schloß er sich w1846 der angloind. Expedition gegen die Sikhs an. Hier nahm er an den blutigen Kämpfen am Sudledsch, in denen einer seiner Begleiter, Dr. Hoffmeister, an seiner Seite fiel, rühmlichen Anteil. Nach seiner Rückkehr begab er sich im Sommer 1847 nach England und trat dann in den aktiven preuß. Militärdienst zurück. Zum Kommandeur der 13. Kavalleriebrigade ernannt, wurde er zu Münster von einem rheumatischen Fieber ergriffen und starb 17. Febr. 1849. Seine Geschwister sind: der (1873 verstorbene) Prinz Adalbert (s. d.), der Chef der preuß. Marine, die Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt und die verwitwete Königin Marie von Bayern. Nach dem Tode des Prinzen erschien ein Prachtwerk (2 Bde., Berl. 1855) über dessen Reise nach Indien, von welchem Kutzner einen Auszug veranstaltete (Berl. 1857).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 398Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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