Wartha, Stadt in der preuß. Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Breslau, Kreis Frankenstein, links an der Glatzer Neisse, die hier in dem engen Felsenpaß zwischen dem Eulen⸗ und Reichensteiner Gebirge durchbricht, im N. und S. von bewaldeten Bergen umschlossen, Station der Linie Breslau-Mittelwalde der Preußischen Staatsbahnen, zählt (1885) 1207 vorwiegend kath. E. und hat eine 1682 erbaute Pfarrkirche mit einer 1760 von Friedrich d. Gr. geschenkten Orgel, einer der Marten Schlesiens. Ein steiler Aufstieg führt zur Marienkapelle auf dem Warthaberg (578 m), die jährlich von über 40000 Pilgern besucht wird. Schöne Aussichtspunkte sind der Warthaberg, der Königshainer Spitzberg (mit Turm), der Grafensitz, der Bergsturz und die schöne Aussicht (mit Schutzbaude und Restauration). Der Warthapaß war im Siebenjährigen Kriege von den Ssterreichern befestigt.