Wasserburg, Stadt und Hauptort eines Bezirksamts (654 qm mit 1880] 32 820 E.) im bayr. Regierungsbezirk Oberbayern, links am Inn, auf einer von diesem Flusse gebildeten Halbinsel, Station (4 km vom Ort) der Linie Rosenheim-Mühldorf-Plattling-Eisenstein der Bayrischen Staatsbahnen, Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 3705 E., hat fünf kath. Kirchen, ein Zuchthaus für weibliche Sträflinge, ein altes Schloß, Hopfenbau, Schifffahrt und eine Mineralquelle St. Achatz. W. ist Geburtsort des Komponisten Aiblinger. Nahe bei W. ist die 1884 errichtete Kreisirrenanstalt Gabersee mit landwirtschaftlichem Betriebe.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 462Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei