FeedWasserblüte
PflanzenreichBrockhaus 1882

Wasserblüte nennt man eine eigentümliche Erscheinung, die an zahlreichen stehenden süßen und salzigen Gewässern zu gewissen Zeiten zu beobachten ist. Es erscheint an der Oberfläche des Wassers eine grüne oder rötlich gefärbte breiige Masse, die nicht selten auch in Form einer Haut sich auf dem Wasser ausbreitet und nach einiger Zeit gewöhnlich wieder verschwindet. Wegen der lebhaften Färbung, die das Wasser dadurch erhält, hat man dieses Phänomen allgemein als W. bezeichnet. Sie wird verursacht durch mehrere niedere Algen aus der Familie der Nostochaceen und Chroococcaceen, die im Sommer in großen Mengen in die obern Schichten jener Gewässer emporsteigen und hier die beschriebene Färbung, die je nach der Spezies, welche dieselbe 25., wie verschieden ist, bedingen. Die spangrüne „wie sie besonders häufig in den Ostseehaffs vorkommt, rührt von Aphanizomenon flos aquae Kte., einer Alge aus der Familie der Nostochaceen, oder von Clathrocystis aeruginosa Kte., einer Chroococcacee, her; die rötliche Farbe wird gewöhnlich nicht durch eine Alge, sondern von einer Schizomycetenform, der Beggiatoa roseo-persicina

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 462Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6