Weber (Bernh. Anselm), deutscher Komponist, geb. 18. April 1766 zu Mannheim, kam daselbst in die Tonschule des Abts Vogler, besuchte aber auch, von seinen Eltern zum Geistlichen bestimmt, die Universität Heidelberg. Seine Neigung zog ihn zur Musik, und abermals suchte er Voglers Unterricht in München, folgte seinem unstäten Lehrer sogar nach Stockholm, kam 1787 nach Hannover als Musikdirektor bei der Großmannschen Schauspielergesellschaft, wandte sich dann aber zum dritten mal 5 Vogler nach Stockholm. Hierauf ging er nach erlin und wurde hier alsbald als Musikdirektor am Nationaltheater angestellt. Anfang 1804 erfolgte seine Ernennung zum Kapellmeister; in dieser Stellung starb er 23. März 1821. Als Komponist lieferte W. verschiedene Opern, dann aber besonders die Musik zu Dramen, in der er ohne große Originalität in der Charakteristik oft glücklich war. Auch in der Lieder⸗ und Männergesangkomposition erwarb er sich Verdienste.