Weech (Friedrich von), Historiker, geb. zu München 16. Okt. 1837, studierte Jurisprudenz und Geschichte in München, Heidelberg und Berlin, promovierte in München (1860) mit der Dissertation: Kaiser Ludwig der Bayer und König Johann von Böhmeno und trat hierauf als Mitarbeiter bei der unter Hegels Leitung stehenden Bearbeitung der deutschen Städtechroniken, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der königl. bayr. Akademie der Wissenschaften ein. In dieser Eigenschaft verfaßte er Einleitung, Anmerkungen und Erkurse zu Erhart Schürstabs Beschreibung des markgräfl. Krieges von 1449 bis 1450 (im 2.Bande der Rürnberger Chroniken»). Im J. 1862 habilitierte er sich als Privatdocent der Geschichte an der Universität Freiburg i. Br., wurde 1864 zum Hofbibliothekar an der Hofbibliothek in Karlsruhe, 1867 zum Archivrat am Generallandesarchiv, 1877 zum Geh. Archivrat und 1885zum Direktor des Generallandesarchivs ernannt. Im J. 1868 erfolgte seine Ernennungzum Kammerjunker, 1883 zum Kammerherrn. Bei Begründung der bad. Historischen Kommission 1883 wurde er zu deren ständigem Sekretär ernannt. Er veröffentlichte: Baden unter den Großherzögen Karl Friedrich, Karl, Ludwigo (Freiburg 1864), „GKorrespondenzen und Aktenstücke zur Geschichte der Ministerkonferenzen von Karlsbad und Wien 1819 —20 und 1834 (Lpz. 1865), Geschichte der bad. Verfassunge (Karlsruhe 1868), 4 Beschreibung des schwed. Kriegs von Sebastian Bürster 1630—47% (Cpz. 1875), 4&Bad. Biographien (3 Bde., Heidelb. u. Karlsr. 1875 — 81), (Baden in den J. 1852 —777 (Karlsr. 1877), «Die Deutschen seit der Reformationo (Lpz. 1878), «Aus alter und neuer Zeit. Nachträge und Aufsätze» (Lpz. 1878), «Die Zähringer in Baden» (Karlsr. 1881), (Codex diplomaticus Salemitanusv (2 Bde., Karlsr. 1883 u. 1886). Von 1868 bis 1886 redigierte er die Bände 22—39 der «Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheinsv. Unter seiner Leitung erscheinen die von der bad. Histor. Kommission herausg.«Regesten zur Geschichte der Bischöfe von Konstanz (Innsbr. 1886 fg.).