Weenir (Jan Baptist), niederländ. Maler, geb. 1621 zu Amsterdam, Schüler Abrah. Bloemaerts und Hondekoeters Schwiegersohn, hielt sich einige Jahre in Italien auf, arbeitete dort für den Kardinal Pamfili und begab sich dann nach Utrecht, wo er in Ter Mey Ende 1660 starb. Seine kleinen Landschaften, Tierstücke und Marinen sind sauber ausgeführt, aber etwas eintönig, seine Zeichnungen und sechs geätzte Blätter sehr selten. Einen noch größern Ruf erlangte sein Sohn Jan W., geb. zu Amsterdam um 1640, der nur kurze Zeit des Vaters Unterricht genoß. Indem W. die Natur auf eigenem Wege verfolgte, erlangte er zwar nicht wie sein Vater in allen möglichen Darstellungen, doch besonders in der Darstellung des Tierkörpers eine große Meisterschaft. Er starb zu Amsterdam 20. Sept. 1719. Stillleben, Hirsch- und Schweinsjagden, deren er Pfalr 1702 — 12 für den Kurfürsten von der Pfalz, Johann Wilhelm, malte, lebendige und tote Tiere hat er mit Naturwahrheit und großem Farbenzauber dargestellt. Schöne Werke W. besitzen die Galerien in München, Dresden und Amsterdam. „Weert, Stadt in der niederl. Provinz Limburg, Station der Linie Lierre-Vlodrop der belg. Grand-Centralbahn, 24 km westlich von Roermond, am Zuidwillamskanal, zählt 7600 E., die außer Landbau eine nicht unbedeutende Industrie betreiben; es gibt im Orte verschiedene Brauereien, Ziegeleien, Cigarren⸗ und Tabakfabriken, Salz⸗ und Seifensiedereien. In der St. Martinikirche zeigt man das Grab des Grafen von Horn, der 1568 in Brüssel . wurde. Während des Dreißigjährigen triegs war W. abwechselnd in den Händen der Spanier und der Niederländer; seit dem Westfälischen Frieden blieb es zu den südl. Niederlanden gehörend; von 1794 bis 1814 war es französisch; seitdem verblieb es im Besitz des Königreichs der Niederlande. W. ist der Geburtsort des aus dem Dreißigjährigen Kriege berühmten Generals Johann von Werth (s. d.).