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Bildende KunstBrockhaus 1882

Velde, holländ. Künstlerfamilie. Zuihr gehören: Jesaias van der V., geb. zu Amsterdam um 1587, gest. um 1642 zu Leiden, besonders durch seine Darstellungen von Gefechten, räuberischen Anfällen bekannt, und dessen Brüder Jan van der V., geb. zu Leiden 1599, ein guter Landschaftsmaler und gleich jenem ausgezeichneter Kupferstecher, und Wilhelm van der B., der Altere, ein berühmter Marinemaler und Marinezeichner, geb. zu Leiden 1610. Er stand in Diensten Karls II. und Jakobs II. von England und starb zu London 1693. Des letztern alterer Sohn Wilhelm van der V., der Jüngere, geb. zu Amsterdam 1633, war einer der größten Marinemaler. Nachdem er bereits in Holland sehr viel gemalt hatte, folgte er 1677 dem Rufe Karls II. nach England, der ihm eine jährliche Pension aussetzte. Er starb zu Greenwich 6. April 1707. Der jüngere Sohn, Adrian van der V., geb. zu Amsterdam 1639, war ein Schüler des Jan Wynants und bildete sich schnell u einem der ersten Landschaftsmaler, starb aber chon 21. Jan. 1672 zu Amsterdam. Vor allem trefflich sind seine Hirtenstücke. Warmes Kolorit, freundliche Beleuchtung, durch die Bäume hindurchschimmernde Luft, gute Zeichnung und natürliche Färbung der Figuren und Tiere sind seine Hauptverdienste. Auch malte er fur viele berühmte Maler die Figuren in deren Landschaften. überdies arbeitete er einige große histor. Bilder, wie z. B. die Kreuzabnahme. Seine vielen Werke sind in verschiedenen Galerien zerstreut. Seine Zeichnungen und radierten Blätter gehören zu den schönsten Erzeugnissen der holländ. Schule.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 140Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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