FeedWeinlig (Christian Albert)
HeilkundeBrockhaus 1882

Weinlig (Christian Albert), Technolog, Sohn des vorigen, geb. 9. April 1812 zu Dresden, studierte in Leipzig Naturwissenschaften und Medizin und habilitierte sich als Privatdocent für Mineralogie, Technologie und verwandte Gebiete. Später auch als Lehrer der Chemie, Physik und Technologie an der Handelslehranstalt angestellt, gab er seinen praktischen mediz. Beruf ganz auf, um sich ausschließlich der Anwendung der Naturwissenschaften auf Technik und Ackerbau, sowie dem Studium der Nationalökonomie zu widmen. Im J. 1845 folgte er einem Rufe als Professor der Mationalökonomie nach Erlangen, in aber bereits 1846 als Wirkl. Ministerialrat im Ministerium des Innern für Gewerbe⸗, Handels⸗ und Ackerbauangelegenheiten nach Dresden. Im Febr. 1849 erhielt er in dem unter Helds Vorsitze gebildeten übergangsministerium das Portefeuille des Innern, trat aber schon im Mai wieder zurück, um als Geheimrat die Direktion der Abteilung für Handel, Gewerbe und Ackerbau zu übernehmen. W. starb zu Dresden 18. Jan. 1873. Von seinen Schriften sind, außer den Bearbeitungen von Thomsons «Pflanzenchemie (Lpz. 1838) und Herschels «Einleitung in das Studium der Naturwissenschafteno (Lpz. 1836), zu nennen: „Lehrbuch der theoretischen Chemies (Lpz. 1840 —41) und «Grundriß der mechan. Naturlehres (Lpz. 1843). W. redigierte 1835—45 das Pharmaceutische Centralblatto und (mit Hülße) das «Polytechnische Centralblatto. Veinm., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für J. A. Weinmann, Inspektor des 1823 von ihm angelegten Gartens der Kaiserin zu Pawlowsk bei Petersburg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 520Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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