Weißkirchen (slaw. Stranice), Stadt im östl. Mähren, in anmutiger hügeliger Gegend, an der Betschwa, die zur March geht, Station der Linie Wien-Oderberg der Osterreichischen Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine um 1760 in edelm Stil erbaute Pfarrkirche mit sechs wertvollen Bildern, ein älteres Schloß und ein Militärerziehungshaus, worin eine Militär-Oberrealschule für 480 Zöglinge untergebracht ist. W. zählt (1880) 7384 meist deutsche E., welche Tuch und Flanell, Kartonnagewaren, Liqueur, Chokolade und Canditen fabrizieren, eine Färberei, Hanfspinnerei und drei Dampfmühlen unterhalten. Unweit der Stadt liegt im Betschwathale der kleine Kurort Teplitz mit einem warmen Säuerling und einer Molkenkuranstalt.