FeedStraßnitz (slaw. Sträknice)
ErdkundeBrockhaus 1882

Straßnitz (slaw. Sträknice), Stadt im südöstl. Mähren, Bezirkshauptmannschaft Göding, an der March, über welche eine Kettenbrücke (die älteste im Lande) führt, ist Station der Linie Wien-Krakau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 5229 E., darunter 4492 Slawen, 631 Deutsche und sondert sich in die Stadtgemeinde mit 4711 E. und in die Judengemeinde mit 518 E. Das gräfl. Magnissche Schloß, dessen Kunstsammlungen und Garkenanlagen eine Merkwürdigkeit der Gegend sind, steht an der Stelle der alten Grenzfeste gegen Ungarn, deren Bestand bis ins 11. Jahrh. zurückreicht. S. war der Hauptsitz der Taboriten in Mähren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 291Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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