Welwitschia Hooh., Pflanzengattung aus der Familie der Gnetaceen. (S. unter Gymnospermen.) Man kennt nur eine einzige Art, W. mirapilis H0., die in trockenen Gegenden des tropischen Westafrika vorkommt. Sie ist ihrem Habitus nach eine der merkwürdigsten Pflanzen. Der Stamm ist im jugendlichen Zustande knollenartig entwickelt, später nimmt er eine teller-oder schüsselförmige Gestalt an, und ragt nur wenig aus der Erde empor. Er trägt während seiner anzen Lebensdauer nur zwei gegenüberstehende, bis zu 2 m lang werdende bandförmige Blätter, die im Alter durch zahlreiche Längsrisse in einzelne Streibie erteilt sind. Man hielt früher diese Blätter für ie beiden Kotyledonen, doch hat sich aus Keimungsversuchen, welche in Kew angestellt wurden, ergeben, daß ursprünglich zwei Samenlappen vorhanden sind, die bald absterben, und daß die später vorhandenen beiden Blätter über diesen Kotyledonen sich entwickeln. Die Blüten sind zweihäusig und stehen in Kätzchen am Rande des Stammes, die männlichen enthalten sechs Staubgefäße, die weiblichen eine von Hüllblättern umgebene Samenknospe. Die schen d sind rot gefärbt und ähneln in ihrem Anehen den Zapfen mancher Coniferen. Diese merkwürdige Pflanze wurde nach ihrem Entdecker, dem Arzt und Botaniker Welwitsch benannt, der sie im Jahre 1860 in der Nähe des Kap Negro an der Westküste Afrikas zum ersten mal auffand. amts im württemb. Jagstkreise, auf einer Höhe des Welzheimer Waldes, rechts an der zum Kocher gehenden Lein, 498 müber dem Meere, ist Sitz eines Amtsgerichts und Bezirksamts, zählt (1880) 2889 überwiegend evang. C. und hat Holzhandel, Flachsbau und Sägemühlen.