Wiebe (Friedr. Eduard Salomon), Baumeister, geb. 12. Okt. 1804 in Stall bei Marienburg in Westpreußen, besuchte die Gymnasien zu Rastenburg, Königsberg und Thorn, trat 1820 als Eleve für das Baufach in die Lehre des Deichinspektors Westphal zu Schwetz an der Weichsel und bezog 1826 die Bauakademie in Berlin. Bis 1836 baute er die Rübenzuckerfabrik in Staßfurt, studierte dann auf Reisen in Belgien, Frankreich und England den Eisenbahnbau und leitete bis 1841 den Bau der Eisenbahn Düsseldorf-Elberfeld. Hierauf machte er die Vorarbeiten für den Bau der Staatsbahn von Berlin an die russ. Grenze, wurde 1843 Bauinspektor in der Eisenbahnabteilung des Finanzministeriums, 1847 Regierungsbaurat in Köln, 1848 Mitglied des nclied nd1833 8 in Erfurt, 1849 technisches Mitglied und 1853 Vorsitzender der Direktion der Ostbahn in Bromberg und 1859 Rat im preuß. Handelsministerium. In dieser Stellung richtete er seine Aufmerksamkeit zunächst auf die Reinigung der Stadt Berlin und bereiste Hamburg, Paris, London und andere engl. Städte, um die Reinigung dieser Städte zu studieren. Als Resultat dieser Reise veröffentlichte er «Über die Reinigung und Entwässerung der Stadt Berlino (Berl. 1861); 1863 bearbeitete er das Projekt zur Entwässerung der Stadt Danzig, das 1871 ausgeführt ward, sowie das zur Entwässerung von Frankfurt a. M., Basel (1872) und Breslau (1873). Seit 1875 in Ruhestand getreten, entwarf er noch die Projekte zur Wasserleitung und Kanalisation von Triest (1876) und zur Reinigung und Entwässerung von Königsberg (1879).