FeedWidukind
ReligionBrockhaus 1882

Widukind, einer der ausgezeichnetsten deutschen saen ten war Mönch zu Korvei in Westfalen. Er lebte um die Mitte des 10. Jahrh., und wurde 967 durch die glänzenden Thaten Ottos angeregt, die Geschichte des Sachsenvolks (e Res gestae Saxonicaeo) zu schreiben. Von der sagenhaften Urgeschichte ausgehend, berührt er kurz die gewaltsame Bekehrung der Sachsen durch Karl d. Gr., schildert dann das Aufkommen der Ludolfinger, die Geschichte Heinrichs I., für welche er Hauptquelle ist, und die Thaten Ottos I. mit großer Wärme und Lebendigkeit. Nach des Kaisers Tod fügte er eine Fortsetzung hinzu und machte auch in dem frühern Teil einige Anderungen. Sein Werk ist stets als wertvollste Geschichtsquelle geschätzt und viel benutzt worden. Am besten herausgegeben wurde es von Waitz in den Monumenta Germaniaen (Bd. 3) und in den «Scriptorxes rerum Germanicarumo (2. Ausg., Hannov. 1866), übersetzt von Schottin (Berl. 1852). Vgl. Köpke, „W. von Korvei, ein Beitrag zur Kritik der Geschichtschreiber des 10. Jahrh. (Berl. 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 606Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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