Wieck (Friedr.), Klavierpädagog, geb. 18. Aug. 1785 zu Pretzsch bei Torgau, studierte Theologie in Wittenberg, widmete sich aber später der Musik und errichtete zu Leipzig eine Pianofortefabrik und eine Musikalienhandlung. Daneben fing er an, nach einer eigenen Methode Klavierunterricht zu geben, und erlangte bald einen bedeutenden Ruf als Lehrer. Er ging 1840 nach Dresden, wo er auch noch Gesangsunterricht gab, und starb 6. Okt. 1873 in Loschwitz bei Dresden. Zu seinen Schülern gehören Hans von Bülow, Spindler, Rollfuß u. a., besonders auch seine Kinder Klara Schumann (.. d.), Alwin W., geb. 27. Aug. 1821 zu Leipzig, gest. als Musiklehrer in Dresden 21. Okt. 1885, und die Pianistin Marie W., geb. 1826 in Leipzig.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 607Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei